10 alltägliche Situationen, in welchen ihr gewissenhaft Massiv zitieren könnt!

10 Situationen in welchen ihr gewissenhaft Massiv zitieren könnt

Kennt ihr noch den Film »Hostel«? Ja? Eine Kooperation von Eli Roth und u.a. Quentin Tarantino. Der Streifen hat mittlerweile schätzungsweise 32 Fortsetzungen – in Wahrheit sind es wohl 2 – und ist spätestens seit der ersten Weiterführung absoluter Quatsch. Massiv scheint diesen Film – oder war es doch »A Serbian Film«? –  sehr zu mögen, denn auf seinem neuen Album »BGB 3«, was nicht etwa für eine 3.0-Version des Bürgerlichen Gesetzbuches steht, sondern viel mehr den dritten Teil seiner sagenumwobenen »Blut gegen Blut«-Saga darstellt, rappt er den abscheulichsten Abschaum-Storyplot des schauderhaftesten Splatter-Films herunter. Es ist aber zugegeben sehr gute Unterhaltung und auch in alltäglichen Situation scheinen diverse Textpassagen zitierwürdig. Ich habe mich mit zehn Situationen beschäftigt. Wichtig dabei ist, dass ihr schreit. Laut. Und voller Emotion.

  1. Hamburg, Reeperbahn, Herbertstraße.

    Ihr seid zufällig ein Wochenende in der schönsten Stadt Deutschlands und gönnt euch einen flotten Abstecher auf die Hamburger Reeperbahn. Sofern ihr euch der Herbertstr. angenähert habt, macht ihr euch zum König der Welt, wenn ihr inbrünstig »Jetzt gibt es Zuhälterschellen / ich jag die Nutten aus Bordellen / und häng‘ sie kopfüber in die Zellen!« schreit. Normaler Move.

  2. Mercedes-Autohaus, irgendwo in Stuttgart.

    »Ich fahr ’n dunkelgrauen 6a!!!« durch’s Autohaus brüllen. Und gehen.

  3. Im Kindergarten, Bastelstunde mit den Kids.

    Solltet ihr Erzieher sein, tut es mir erst einmal Leid für euch. Denn somit seid ihr ungefähr auf einer Stufe mit Laas Unltd. – was Beruf und Skills angeht. Für den Fall der Fälle, dass ihr irgendwann dann einmal das Vergnügen habt, mit den kleinen Blagen zu basteln, beantwortet ihr Fragen wie »Mit was soll ich das ausschneiden?« einfach mit »… lak, mit zwei abgeschnittenen Scheren von ’nem Riesenhummer, komm!!!«.

  4. Im Lieblingssupermarkt.

    Vor 4 Wochen stellt ihr beim Wochenendeinkauf im Lieblingssupermarkt fest, dass umgeräumt wurde und alle Lebensmittel an neuen Plätzen stehen. Noch immer kennt ihr euch nicht aus (weil ihr irgendwie dumm seid und euer IQ unter  der Zahl releaster Mixtapes von Money Boy liegt). Dabei wolltet ihr euch doch ein leckeres Omelett in die Pfanne hauen, um dabei mit nacktem Oberkörper Action Bronson zu imitieren. Massiv hat auch in jener Notsituation den passenden Ratschlag: geht also zum nächstbesten Dullfried-Mitarbeiter des Ladens und sagt »Ich frag mich jeden Tag: wo sind euere Eier hin???!!!«.

  5. Bei der Körperpflege im Badezimmer.

    Ein Mann von Welt führt offensichtliche Selbstgespräche, wenn er vor’m Badspiegel steht und seine voluminöse Haarpracht im Gesicht bändigen möchte. Beliebter Satz aus Massivs Sprüchekiste: »Ich mach’s wie Celo und rrrasiere euch wie Rasen weg!!!«.

  6. Auf einer Jam, auf welcher Spax und Reen zugegen sind.

    Geplagt von unerträglicher Langeweile lauft ihr herum und brüllt entsetzt: »Heroinverseuchte Rapper wollen battlen??? Das hier ist BGB 3 und keine Freestyler-Session!!!«.

  7. Beim Shoppen mit euerer Freundin.

    Unangenehm wird es, wenn ihr euere Freundin in die Stadt begleiten dürft, um der Shopping Queen ihre Tüten zu tragen. Massiv kennt die Lösung, wie ihr dem ganzen sehr schnell ein Ende setzt. Wenn euere Mannequin-Freundin aus der Umkleide tritt, sich skeptisch im Spiegel betrachtet und anschließend eueren fachmännischen Rat will, entgegnet ihr kopfschüttelnd und laut schreiend (!): »Der Afghaner macht dir Shirt von Hugo Boss klar. Brattteeeee!!!!«. Sie wird euch weiterhin lieben, falls sie es je getan hat.

  8. Im Fitness-Studio.

    Im Hantelbereich vor der Spiegelwand seid ihr umgeben von Anabol-Opfern, die sich alle kennen und richtig brudimäßig am Pumpen sind. Was ihr unbedingt kreischen solltet, weiß ein Mann ganz genau. Richtig, es handelt sich einmal mehr um den charmanten Massiv:
    »Ihr… demonstriert euern Bizeps / ich zieh die Walther und erschieß Kecks!«

  9. Beim Grillen.

    Euer Vater (nicht Gott) reicht euch die Grillzange und ihr reagiert locker lässig: »Die abgetrennten Köpfe klemme ich zwischen den Foreman-Grill!«. Danach wird er euch zunicken und die BILD am Sonntag weiterlesen.

  10. Beim Kochen.

    Euere Mutter bittet euch um Unterstützung in der Küche, ihr steht schramm und dient wie verlangt. Aber wenn ihr die Situation ordentlich handlen wollt, weil ihr die Lust verliert, schreit ihr, wie es uns Massiv lehrte: »Ich hack auf all die Huren ein, jetzt gibt’s Geschnitzeltes!«. Mama wird euch darauf hinweisen, dass es »Geschnetzeltes« heißt, aber helfen müsst ihr nicht mehr.

    Preach. Amen. Over and out.