HiggediHigh Five: Juli.

HIGHFIVE JULI

Mein lieber Scholli – no Mehmet! – schon wieder gleich August. Das bedeutet mit neuen Alben von Big Sean, Juicy J, A$AP Ferg und Earl Sweatshirt viel Gutes, dient letztendlich dann aber doch nur dazu, die Zeit bis zum goldenen September zu überbrücken. Was da alles rauskommt, ist unfassbar. Allein Casper, Gerard, Drake und Arcade Fire lassen einen mit beiden Händen auf der Brust herumtrommeln (sofern man ein Spast ist), und (!) hinzu kommen noch The Weeknd und 2 Chainz. Und die »Emma Eskulin«-Bande. Endlich neues Zeug von Animus, dem Pumpernickel. Spaß am Rande – Koitus neben der Autobahn (Flizzy Voice).

Die Einleitung könnt ihr behalten, vergesst die Zukunft. Was gerade zählt, ist der aktuelle Monat. Juli. War überaus gut. Meine Top 5!

  • Shindy – »NWA«. Das erste EGJ-Signing seit Jahren, das irgendeinen Sinn ergibt und Spaß macht. Der Ex-Kumpel von Kay – pardon, Prince Kay One – will nie wieder arbeiten, was er dank Bushido vielleicht auch erstmal nicht mehr muss. Sein Debütalbum ist sehr unterhaltsam, locker leicht und dreht sich um Vollbärte, Feta, Ärsche und Sneakers. Geil.

  • Mayer Hawthorne featuring Kendrick Lamar – »Crime«. Soul, Rap und Sommer in perfekter Korrelation. Soul-Virtuose Hawthorne holt sich Meister Lamar aus Compton auf den Song und runder wird’s nicht mehr. Wetter aufdrehen, Musik genießen. Wetter genießen, Musik aufdrehen.
  • Gerard – »Verschwommen«. Es war für mich gewiss keine Überraschung, dass mich die neue Auskopplung aus dem endlich im September erscheinenden »Blausicht« den ganzen Monat über nachts auf dem Heimweg durch dunkle Straßen begleitete. Nennen wir es »Klos im Hals«-Musik, die der Österreicher mit dem sympathischen Akzent mit seinen Compañeros Nvie Motho und Kidizin Sane kreierte. Musik zum Selbstbemitleiden und dramatisch Acten. Absolut positiv gemeint. Perfekt.

  • PARTYNEXTDOOR – »Right Now«. Das neue Signing von Drake ist irgendwie auch nichts Anderes als Drake und The Weeknd in einer Person, aber: es ist gut. Thematisch ist die Musik des Torontoers (WHATELSE?) weiterhin zwischen Stripclub-Stangen und koitalen Wünschen mit bildhübschen Damen beheimatet – ach und Geld und Ballin‘ spielt ganz überraschenderweise eine Rolle. Die Umsetzung dennoch wunderbar: vielleicht RnB für Rapfans, denen der Shit normalerweise zu soft ist. Try.
  • The Weeknd – »Belong To The World«. Vom einen Drizzy-Protegé zum anderen. Und ja, wie es vor Tagen auf Instagram den Anschein machte, waren die beiden OVOXO-Spokesmen wieder zusammen in der schwitzigen Booth. Trifft sich gut, denn im September droppen beide ihre neuen Langspieler. Eine überwältigende Single aus »Kiss Land«, dem am 10. September erscheinenden Debüt-Album von Abel Tesfaye, findet man in »Belong To The World«. Das ist alles nicht mehr so roh wie auf den Tapes, aber meine Damen und Herren, wenn Sie dieser Chorus nicht bekommt, ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Amen.